Schweizer Schlittenhundesport Verein

Hunde

Urnerboden 2013-03-010087Die Stars dieser faszinierenden Sportart sind die Hunde, welche erstaunliche körperliche und mentale Leistungen erbringen. Der Schlittenhundeführer, "Musher" genannt, kontrolliert sein Gespann dabei lediglich durch Zurufe von seinem Schlitten aus. Es gibt kein Zügel und auch sonst keine Möglichkeit, die Hunde ausser mit Kommandos zu dirigieren. Schlittenhundegespanne benötigen deshalb ein tiefes Vertrauen zwischen Mensch und Tier um auch heikle Momente zu meistern.

Ein Gespann ist immer nur so schnell, wie sein langsamstes Mitglied, was in Steigungen meist der Musher ist. Der Musher ist ein Allrounder. Er ist Rudelchef, Konditions- und Krafttrainer, Ernährungsberater, Chauffeur, Koch, Servicemann für die Ausrüstung und Hundeversteher in Personalunion. Nicht selten wird ein Rennen nicht vom besten Athleten auf dem Schlitten gewonnen, sondern von demjenigen, der alle Funktionen am besten wahr nimmt.

 

 

Reinrassige Schlittenhunde und offene Klassen

Es existieren weltweit 4 Schlittenhunderassen, welche von der FCI als solche anerkannt sind. Diese unterscheiden sich in zwei Kategorien: Siberian Husky und schwere Schlittenhunde, zu welchen der Alaskan Malamute, der Samojede und der Grönlandhund zählen. Samojede, Grönlandhund und Alaskan Malamute zählen zu den ältesten Hunderassen weltweit und wurden seit über 2'000 Jahren für das Ziehen von Lasten eingesetzt.Die jüngste und für seine blauen Augen bekannte Rasse, der Siberian Husky, wurde speziell auf Geschwindigkeit gezüchtet. Er ist der wahre Sprinter unter den reinrassigen Schlittenhunden. Huskygespanne laufen daher in separaten Klassen.

Sämtliche andere Hunderassen und Mischlingshunde laufen in den offenen Klassen. Da viele dieser Hunde speziell für den Renneinsatz gezüchtet wurden, vereinen diese die Vorteile (Robustheit, Winterfestigkeit, Ausdauer) der reinrassigen Schlittenhunde mit dem Laufwillen und der Geschwindigkeit anderer Hunderassen. Daher laufen schnelle offene Gespanne um einiges schnellere Zeiten als selbst die Huskygespanne. Die bekanntesten Langdistanzrennen wie das Iditarod und die Yukon Quest werden heutzutage von offenen Gespannen gewonnen. Grundsätzlich können sämtliche Hunde ab einer bestimmten Grösse für Schlittenhunderennen eingesetzt werden, auch wenn sich nicht alle dafür eignen.

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